Steve Guerdat triumphiert zuhause im Weltcup-Springen

Für Steve Guerdat lief es rund beim CSI-W Basel. Er galoppierte der Konkurrenz beim CSI-W Basel locker davon. Erst siegte der Schweizer beim Heimturnier im Longines Grand Prix, dann gelang ihm auch noch der Sieg im Weltcup-Springen. Beeindruckend: Beide Siege erzielte er im Sattel von Victorio des Frotards.




Die zehnte Etappe des FEI Weltcup der Westeuropäischen Liga wurde in Basel (Achweiz) ausgetragen. Parcoursbauer Frank Rothenberger servierte den Springreitern beim ersten Fünf-Stern-Event des Jahres 2020 einen Cocktail aus Oxern und Steilsprüngen, der es in sich hatte. Trotzdem gelang es 15 Paaren ohne Fehler durch den Parcours des Umlaufs zu kommen. Im 90. Weltcup-Springen seiner Karriere ließ der dreifache Serienmeister Steve Guerdat mit Victorio des Frotards in der Qualifikation zur Westeuropäischen Liga für den Longines FEI Jumping World Cup ™ 2019/2020 auf heimischem Boden im schweizerischen Basel die 14 übrigen Paare im Stechen hinter sich. 

Wie im Longines Grand Prix am Freitag setzte Steve Guerdat im Weltcup-Springen am Sonntag den elfjährigen Victorio des Frotards (Barbarian x Prince Ig'or) ein.  „Ich habe Victorio letztes Jahr im Mai / Juni mit zwei Freunden gekauft und wir haben eine Weile gebraucht, um uns kennenzulernen, aber ich habe immer geglaubt, dass er etwas mehr zu bieten hat. Er hat viel auf 2- und 3-Sterne-Niveau gewonnen, aber wir hatten unsere Höhen und Tiefen. Irgendwann kam der Punkt, an dem ich mich gefragt habe, ob er wirklich den ganzen Weg schaffen würde. Er war jedoch in Stuttgart gut (im November) und hat mir über den Winter wirklich ein super Gefühl vermittelt. Als meine besten Pferde eine Pause einlegten, habe ich ihn auf einem höheren Niveau eingesetzt und wir bekamen mehr Selbstvertrauen.“ Hört sich einfach an. ist es aber nicht. Victorio erweist sich unter dem Sattel nicht als das einfachste Pferd. Steve Guerdat gesteht dem Wallach die Freiheit zu, zu sein wie er ist. "Er war früher so, als er in Frankreich gewonnen hat. Ich dachte, ich könnte ihn sanfter machen, aber es hat nicht geklappt. Also wurde mir klar, dass ich ihm mehr vertrauen musste und ihn so sein lassen muss, dann ist er glücklich!" Mit dem glücklichen Victorio hat Steve Guerdat nun auf jeden Fall ein weiteres Pferd im Stall, mit dem er seine Top-Pferde entlasten kann. Das gilt auch im Hinblick auf das Weltcup-Finale, für das der Schweizer ursprünglich Venard de Cerisy eingeplant hatte. Victorio des Frotards ist nun ebenfalls eine Option. 


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