Jessica von Bredow-Werndl - das schönste Geschenk bescherte Dalera

Jessica von Bredow-Werndl feierte am Sonntag in Neumünster nicht nur ihren 34. Geburtstag, sondern auch den Sieg in der Weltcup-Kür. Mit knapp 90 Prozent verwies das Geburtstagskind die Nummer eins der Welt auf Platz zwei. 



© FEI / Stefan Lafrentz

Jessica von Bredow-Werndl ist zwar seid heute 34 Jahre alt, aber die Zahl 35 spielte bei der Weltcup-Kür in Neumünster eine mindestens genauso große Rolle. Denn exakt 35 Mal vergaben die Richter die Wertnote 10,0 für einzelne Lektionen der traumhaft sicheren und ausdrucksstarken Vorstellung von TSF Daleran und Jessica von Bredow-Werndl. "Dalera hat mir heute das schönste Geschenk gemacht" strahlte die Reiterin glücklich nach ihrem Triumph. Mit 89.640 Prozent erzielte das Paar eine neue persönliche Bestleistung.

„Ich war mir nicht sicher, ob diese besondere Halle Dalera liegt, aber heute wollte sie sich einfach präsentieren. Sie hat einen ganz besonderen Charakter: Zu Hause ist sie wie ein Hund, läuft neben mir her. Aber sobald sie die Arena betritt, wird sie zum Rock-Star und will zeigen, was sie kann.“ Genau das setzte Dalera heute brillant um. Jessica von Bredow-Werndl konnte die Stärken ihrer Stute voll ausspielen. Das Ergebnis spricht für sich. 

Mit einem etwas zu sehr motivierten Emilio musste sich Isabell Werth am Samstag im Grand Prix de Dressage hinter Jessica von Bredow-Werndl einreihen. Am Sonntag in der Kür zeigte sich Emilio konzentriert, war ganz bei seiner Reiterin. Auch dieses Paar erzielte in der Weltcup-Kür von Neumünster persönliche Bestleistung. Doch trotzdem reichte es für die Nummer eins der Welt und ihren 14-jährigen Ehrenpreis-Sohn nur für 88,450 Prozent und damit für Platz zwei. Trotzdem war Isabell Werth rundum zufrieden mit ihrem Pferd. „Emilio war heute einfach super, sehr konzentriert und fokussiert. Der Fehler am Ende der Einerwechsel entstand leider, weil ich zu viel darüber nachgedacht habe, ob ich noch einen Wechsel mehr machen soll oder nicht. Ich sollte also nicht zu viel nachdenken“, so Werth lachend. „Aber unabhängig davon war es eine sehr gute Prüfung mit tollen Piaffen und Passagen, alles passte super zur Musik und ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg.“ 

Platz drei ging an Helen Langehanenberg und ihren 18-jährigen Damsey. Der zeigte sich in der Kür frisch und kraftvoll, absolvierte die Lektionen technisch sauber und routiniert. "Beim Vetcheck hat er sich wie ein 2-Jähriger benommen. Er war sehr übermütig," lachte Helen Langehanenberg und bestätigte, dass der Hengst unter dem Sattel noch bestens in Form ist. 

Die drei Reiterinnen, die bei der Wetcup-Kür von Neumünster auf dem Podium standen, planen noch einmal in s'Hertogenbosch anzutreten. Jessica von Bredow-Werndl wird dann Zaire einsetzen. Und anschließend entscheiden, ob sie mit der 16-jährigen Son de Niro-Tochter die Reise zum Weltcup-Finale in Las Vegas antreten wird. Dalera, das steht fest, wird auf keinen Fall beim Finale eingesetzt. Mit ihrem Spitzenpferd will sich Jessica von Bredow-Werndl voll auf den Sichtungsweg zu den Olympischen Spielen in Tokio (24.7.-9.8.) konzentrieren. „Mit Zaire will ich noch die Weltcup-Etappe in Den Bosch reiten und dann entscheiden, ob wir zum Finale nach Las Vegas fahren“, sagte Jessica von Bredow-Werndl. „Es wird schwierig, in das deutsche Team für Tokio zu kommen. Aber es ist mein großes Ziel für dieses Jahr. Der Sieg heute war ein Etappenziel.“

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