Grand Prix in Mechelen sorgt für Umverteilung von einigen Olympia-Startplätzen

Fast nebenbei ist in Mechelen eine wichtige Entscheidung für die Dressurreiter gefallen. Mit weitreichenden Folgen. Aufgrund der Ergebnisse im Grand Prix de Dressage sind die letzten Olympia-Startplätze für die Dressurreiter neu verteilt worden. Beim Start des Turniers ging es grundsätzlich um Tickets für Einzelreiter. Doch am Ende fielen zwei Mannschaften aus dem Pool der Qualifizierten für Tokio raus und zwei Nationen, die die Hoffnung auf eine Teilnahme bei den Olympischen Spielen 2020 mit dem Team schon aufgegeben hatten, durften sich über Chancen freuen. Frankreich und Österreich hatten einen unverhofften Grund zum Feiern. Dagegen gab es lange Gesichter bei den Reitern aus Südafrika und Brasilien. 

 



 
Der Grand Prix beim Weltcup-Turnier in Mechelen brachte die Entscheidung. Brasilien und Südafrika hatten sich frühzeitig die Qualifikation für das Team-Ticket bei den Olympischen Spielen in Tokio gesichert. Doch abgesehen von dieser Qualifikation müssen die drei Team-Reiter auch die Leistungsanforderungen erfüllen. Und das bedeutet, dass jeder Team-Reiter bei mindestens zwei internationalen Grand Prix-Prüfungen ein Ergebnis von über 66 Prozent erzielen muss. Doch sowohl bei den Südafrikanern wie auch die Brasilianern ist das nur zwei von drei Reitern gelungen. Damit ist die Team-Qualifikation für Tokio für diese beiden Länder verloren gegangen. 

Die Tickets wurden daher an Nachrücker vergeben. Freuen dürfen sich zwei Nationen aus Europa: Frankreich und Österreich. Diese Länder haben jeweils drei Reiter, die die Anforderungen erfüllen und können damit die freigewordenen Mannschafts-Startplätze übernehmen.

Mit dem Stichtag 31.12.2019 ging es aber auch darum die 15 Startplätze für Einzelreiter zu vergeben. Die Nationen, die hier zur Auswahl stehen sind geographisch zugeordnetgruppiert. Da Südafrika und Brasilien nun keine Mannschafts-Startplätze mehr vorweisen können, sind die nach der erfüllten Leistungsanforderung berechtigten Reiter dieser beiden Nationen auch auf der Liste für die Einzelstartplätze aufgeführt. Andere Nationen, die sich Hoffnung auf einen Einzelstartplatz bei den Olympischen Spielen in Tokio machen dürfen sind unter anderem: Finnland, Norwegen, Dominikanische Republik, Bermuda, Mexiko, Südkorea und Belgien. 

Beste Chancen auf einen Einzelstartplatz hat unter anderem Luxemburg mit Nicolas Wagner. Sollte der 28-jährige Dressurreiter mit seinem Quater Back Junior einen Startplatz erhalten, würde erstmals in der Geschichte der Olympischen Spiele ein Einzelreiter in der Dressur für Luxemburg antreten. Für Nicolas Wagner (LUX), der heute seinen 28. Geburtstag feiert ein perfektes Geburtstagsgeschenk. Der Luxemburger hat mit seinem Quater Back Junior im Laufe des letzten Jahres mehrfach im internationalen Viereck auf sich aufmerksam gemacht und gute Platzierungen erritten. Die offizielle Bestätigung der FEI für die definitive Vergabe der Startplätze wird jedoch erst Anfang Februar erwartet. 

Quelle: eurodressage.com