Neue Zuchtverordnung - 2019 kommt der WFFS-Test

Sturm im Wasserglas oder neue Seuche - so ganz einig scheinen sich die Experten noch nicht zu sein, wenn es um das Warmblood Fragile Foal Syndrom geht. Trotzdem: Die seit 1. November europaweit geltende neue EU-Tierzuchtverordnung besagt, dass ein Test auf WFFS verpflichtend ist.



Seit 1. November ist die neue EU-Tierzuchtverordnung in Kraft. Änderungen haben auch aus Auswirkungen auf die Zuchtverbandsordnung (ZVO). Neu ist unter anderem das Kapitel "Berücksichtigung gesundheitlicher Merkmale sowie genetischer Defekte bzw. Besonderheiten". Bei einigen Rassen sind Untersuchungen auf Gendefekte bereits seit einiger Zeit verpflichtend vorgeschrieben. Ganz neu dagegen ist der verpflichtende Gentest auf das Warmblood Fragile Foal Syndrome (WFFS) bei Reitpferdehengsten. 
Insgesamt sind 80 Zuchtprogramme in der ZVO 2019 erfasst. Ab dem Zuchtjahr 2019 werden alle Reitpferde-Hengste, die in Hengstbuch I oder Hengstbuch II eingetragen sind oder eingetragen werden, auf Warmblood Fragile Foal Syndrome (WFFS) mit Hilfe des Gentests untersucht. Der jeweilige Zuchtverband wird das Ergebnis des Gentests in der Tierzuchtbescheinigung und in seiner eigenen Datenbank dokumentieren. Das Ergebnis dient nur zur Information für die Züchter, hat aber keinen Einfluss auf die Eintragung der Hengste. Auch bei anderen Rassen sind verpflichtende Gentests ab dem Zuchtjahr 2019 vorgeschrieben: Cerebelläre Abiotrophie beim Deutschen Reitpony und Kleinen Deutschen Reitpferd, Polysaccharid Speicher Myopathie beim New Forest Pony, Fohlen-Immundefekt-Syndrom beim Dales Pony, Caroli-Leberfibrose bei Freibergern und Hoof Wall Separation Disease beim Connemara Pony. Auch hier hat das Ergebnis keinen Einfluss auf die Eintragung der Ponys.

Quelle: FN Press