Saumur: Janika Derks holt ersten Weltcup-Titel ihrer Karriere

Das Weltcup-Finale der Voltigierer in Saumur war für die deutschen Teilnehmer ein bewegendes Ereignis. Janika Derks konnte den ersten Weltcup-Titel ihrer Karriere feiern, Kristina Boe, sowie Theresa-Sophie Bresch und Torben Jacobs feierten ihr Karriere-Ende. 



© Photos Les Garennes

Die deutschen Voltigierer haben das Weltcup-Finale in Saumur (Frankreich) als beste Nation beendet, und das obwohl nicht alles so ganz nach Plan verlief. Trotzdem lautet die Ausbeute der deutschen Athleten: Zwei Titel und jeweils einen zweiten sowie dritten Rang.
Janika Derks sicherte sich den Sieg in der Disziplin der Damen. Für das Finale des Finals hatte sich Janika Derks etwas besonderes einfallen lassen. Denn im zweiten Umlauf zeigte sie ihre neue Kür zum Thema „Million Dollar Baby“. Als Boxerin lieferte die 28-jährige Physiotherpeutin eine nahezu perfekte Leistung auf dem Rücken von Carousso Hit ab und wurde mit 8,671 Punkten belohnt. Damit kam die Rheinländerin insgesamt auf 8,753 Zähler und freute sich über ihren ersten Sieg bei einem Weltcup-Finale. „Die Kür entspricht noch mehr meiner Persönlichkeit als die alte und ich habe hier in Saumur spontan entschieden, das neue Thema zu zeigen“, strahlte Derks.
Auf Platz zwei voltigierte überraschend die Schweizerin Marina Mohar (8,39), die ihre Teamkollegin und Mitfavoritin Nadja Büttiker auf Rang drei verwies (8,374). Corinna Knauf aus Köln, die dritte deutsche Teilnehmerin dieses Finals, landete mit ihrem Pferd Fabiola W und Longenfüherin Alexandra Knauf mit 7,895 Punkten auf Rang sechs.
Bei den deutschen Herren sprangen am Ende zwei Podestplätze heraus. Jannik Heiland, Dritter aus dem Vorjahr, klettere dieses Mal noch einen Rang weiter nach oben und beendete den Showdown im Département Maine-et-Loire mit 8,77 Punkten. Der 26-Jährige amtierende Vize-Weltmeister und sein Pferd Dark Beluga sowie Longenführerin Barbara Rosiny mussten damit lediglich einem Athleten den Vortritt lassen: Juan Martin Clavijo aus Kolumbien, der derzeit in der Schweiz lebt und trainiert, sorgte für die größte Überraschung des Finals. Der 19-Jährige, der die Geschichte und das Leiden eines Sklaven verkörperte, voltigierte mit 8,976 Punkten an die Spitze des international hochkarätigen Feldes. Rang drei sicherte sich Thomas Brüsewitz. Der 24-jährige Sportstudent verbuchte mit seinem Pferd Danny Boy OLD und Longenführerin Alexandra Knauf am Ende 8,69 Punkte. Doppel-Titelverteidiger Jannis Drewell (Steinhagen), der in Saumur die Kürpremiere zum Thema „Eddie the Eagle“ zeigte, beendete das Weltcup-Finale mit seinem Pferd Qualimero und Longenführerin Simone Drewell auf Rang sechs (8,459). Viktor Brüsewitz, nach dem Warm-Up noch auf Rang zwei gelegen, landete mit Longenführerin Gesa Bührig und Sky Walker (der seinen ersten internationalen Turnierstart absolvierte) auf Platz sieben (8,245).

Im Pas-de-Deux ließen die Top-Favoriten Theresa-Sophie Bresch und Torben Jacobs trotz eines nervösen Danny Boy OLD nichts mehr anbrennen. Das Kölner Gespann, das seine Laufbahn mit dem Start in Saumur ebenfalls beendet hat, siegte an der Longen von Alexandra Knauf mit 8,576 Punkten vor den Amerikanern Daniel Janes und Haley Smith (8,238) und den Schweizerinnen Zoe Maruccio und Syra Schmid (7,216). „Wir sind glücklich, dass wir uns mit einem Sieg im Finale verabschieden konnten“, kommentierte Torben Jacobs.

Quelle: FN Press