CVI-W: Madrid und Paris – Voltigierer starteten mit Doppel in die Weltcup-Saison


Gleich zwei Veranstaltungen mit Weltcup-Status an einem Wochenende konnten die Voltigierer wahrnehmen. Sowohl in Madrid als auch in Paris stand die Voltige auf dem Programm.
 




Wenn zwei Veranstaltungen an einem Wochenende stattfinden, besuchen Reiter in der Regel nur eines. Doch die Prüfungen der Voltigierer waren so ausgeschrieben, dass nach einem Start in Madrid (25. und 26.November) auch Paris (27. und 28.November) als Etappe des Weltcups noch auf dem Programm stehen konnte. Es erforderte zwar ein wenig Logistik bei der Reiseplanung, erwies sich jedoch für mehrere Weltcup-Teilnehmer als machbar.
 



Isabel Fiala aus Österreich, die in der ersten Runde in Madrid vom Pferd stürzte, nutzte den zweiten Anlauf in Paris für einen zweiten Versuch, doch auch hier stürzte sie und konnte sich in beiden Stationen nicht unter den besten drei Startern platzieren.

In Madrid siegte bei den Damen die Italienerin Anna Cavallaro, bei den Herren der Schweizer Lukas Heppler. Anna Cavallaro (8,423) konnte sich souverän an die Spitze turnen. Weder Nadja Büttiker (7,709) noch Marina Mohar (7,594) - beide kommen aus der Schweiz- konnten an die Leistung der Italienerin heranreichen.
Lukas Heppler lag mit seinen 8,535 Punkten knapp vor Yannick Heiland (8,395) und dem Titelverteidiger Daniel Kaiser (8,177).
In Paris ging der Sieg in der Konkurrenz der Damen an die deutsche Einzelvoltigiererin Janika Derks, der Sieg bei den Herren ging an Clément Taillez aus Frankreich.

 


Janika Derks musste bei ihrem Start in Paris mit erschwerten Bedingungen zurechtkommen. Sie startete auf Leihpferd Quartz d’Obliche und mit Longenführer Fabrice Holzberger. Trotz dieser ungeplanten Änderung erzielte sie 8,164 Punkte und sicherte sich damit den Sieg. Hinter der derzeit zweiten der Weltrangliste belegte die Schweizerin Pascale Wagner mit 7,579 Punkten Rang zwei.
Für den Franzosen Clément Taillez lief alles nach Plan. Mit seinem bewährten Pferd Dyronn und Longenführer Cedric Cotton am Start, konnte der Voltigierer seine Stärken voll ausspielen und erzielte 8,547 Punkte. Lukas Heppler, der ebenfalls wie Isabel Fiala direkt von Madrid nach Paris gereist war und an beiden Turnieren teilnahm, belegte in der Konkurrenz der Herren Platz zwei. Der dritte Platz ging an den Ungarn Balazs Bence (7,579), der wie Janika Derks mit Widrigkeiten zu kämpfen hatte. In der ersten Runde lief bei seiner Vorstellung die falsche Musik und er musste spontan ein wenig improvisieren. Zur Kür lief dann wieder alles in gewohnten Bahnen und er konnte seine Kür wie einstudiert zeigen.