EM Brüssel: Sabrina Arnold schreibt mit ihrem Titel Geschichte

Erstmals hat Deutschland Gold bei den Europameisterschaften im Distanzreiten holen können! Den Sieg bei der EM in Brüssel konnte Sabrina Arnold einfahren, die mit ihrem zehnjährigen Wallach Tarzibus die gesamte europäische Konkurrenz hinter sich lassen und damit Geschichte schreiben konnte. 
 



Die diesjährigen Europameisterschaften im Distanzreiten wird Sabrina Arnold so schnell nicht vergessen. Die in Frankreich lebende Deutsche ging die 160 Kilometer lange Strecke in Brüssel von Beginn an flott an, führte schon ab dem Start und kam nach der fünften und letzten Runde mit einem komfortablen Vorsprung von 17 Minuten ins Ziel. „Sabrina war hier einfach eine Klasse für sich“, berichtet FN-Disziplin-Koordinator Nico Hörmann. Mit ihrer exzellenten Leistung bescherte die Distanzreiterin Deutschland den ersten Titelgewinn bei einer Europameisterschaft. 

„Ich bin hier an den Start gegangen, um zu gewinnen“, so Sabrina Arnold. Auf der letzten Runde habe ihr Team ihr gesagt, dass sie es ruhig angehen lassen solle, da sie elf Minuten Vorsprung habe und ihr direkter Verfolger gerade neben seinem Pferd herlaufe, um Kräfte zu sparen. „Ich wollte dann traben, aber Tarzibus wollte unbedingt galoppieren“, so die Reiterin. Der zehnjährige Araber Tarzibus (Zadie D'espiens x Chems El Derkouch) kam sechsjährig zu ihr und ihrem Lebensgefährten in den Stall. „Uns war immer schon klar, dass das ein sehr gutes Pferd ist, er bringt alles mit und will gewinnen.“ Mit seiner starken Leistung bei der EM in Brüssel hat der Wallach neben Härte, Ausdauer und bester Kondition auch seine durchweg hervorragende Einstellung unter Beweis gestellt. 

In der Einzelwertung ging Silber an den Spanier Alex Luque Moral mit Calandria PH, Bronze an seine Landsmännin Angel Soy Coll mit Tonik de Becherel. 

In der Mannschaftswertung ging die Goldmedaille an Spanien, Silber an Italien und Bronze an Schweden. Das deutsche Team ging leer aus, da es mit Sabrina Arnold und ihrer Cousine Rebecca Arnold mit Wallach Serpa (Platz 32) am Ende nur zwei Teamreiter im Ziel hatte.