Eric Lamaze:"Fine Lady überrascht mich immer wieder..."


Der Kanadier Eric Lamaze startet heute in der ersten Runde der Einzelentscheidung als letzter in den Parcours, da er bislang die beste Leistung gezeigt hat. Keinen einzigen Abwurf hat er sich bislang mit seiner formidablen 13-jährigen Hannoveraner Stute Fine Lady (Forsyth x Drosselklang) zu Schulden kommen lassen. Und dabei zeigte die Stute zudem enorm schnelle Runden.
 




Klar, dass der 48-jährige mit dieser Ausgangsposition gute Laune hat. Doch er weiß auch, dass es letzten Endes nichts bedeutet außer, dass sein Pferd bislang exzellent gesprungen ist. Wie es heute weitergeht, wird er sehen. Trotzdem besteht natürlich die Hoffnung, dass der zuletzt Startende auch als Sieger aus dem Parcours reitet, so wie es 2008 in Hong Kong der Fall war. Als er mit seinem Hengst Hickstead die Goldmedaille holen konnte. Hickstead, mit dem er die bis dahin größten Erfolge seiner Karriere erzielen konnte und der drei Jahre später so tragisch aus dem Leben schied.
 


Wenn es heute darum geht den Besten der Besten in der Olympischen Einzelentscheidung zu ermitteln, gehen viele sehr gute Pferde an den Start. Fine Lady ist eines davon. Und ihr Reiter weiß die Qualitäten seiner Stute zu schätzen. Als er die Stute von Holger Wulschner kaufte, hätte er nicht vermutet, dass sie sich zu einem Olympia-Pferd entwickeln würde. Nach einem Springen beim CSI in Genf im letzten Winter hatte er den Impuls ein wenig zu experimentieren und die Stute honorierte das in sie gesetzte Vertrauen mit enormer Weiterentwicklung. Nun ist sie das beste Pferd, das Eric Lamaze seit der Zeit mit Hickstead unter dem Sattel hatte: „Hickstead hatte Augen in den Beinen und Fine Lady ist sehr ähnlich. Sie ist Rhythmus und Geschwindigkeit.“ Vielleicht klappt es ja doch mit einer weiteren Olympischen Medaille...
 


Quelle: FEI, Louise Parkes