Die goldenen Reiter der deutschen Mannschaft


Das Gold ist wieder zurück in Deutschland. Nachdem die deutschen Dressurreiter nach einer langen Aera (1984 – 2008) des Gold-Gewinnens vor vier Jahren in London zusehen mussten, wie die Olympische Goldmedaille nach Großbritannien ging, ist das Edelmetall der Sieger nun wieder zurück im deutschen Dressur-Team. Isabell Werth mit Weihegold, Dorothee Schneider mit Showtime, Kristina Bröring-Sprehe mit Desperados FRH und Newcomer Sönke Rothenberger mit Cosmo haben heute im Grand Prix Special das Stadion von Deodoro gerockt und sich mit vier herausragenden Ritten den Sieg gesichert.




Anders als bei Welt- und Europameisterschaften wird die Teamwertung bei Olympischen Spielen durch Addition der Ergebnisse aus Grand Prix und Grand Prix Special ermittelt. Bereits im Grand Prix legte das deutsche Quartett den Grundstein für seinen Sieg und bestätigte die gezeigten Leistungen auch im Grand Prix Special. Das Motto für den heutigen Tag hatte Isabell Werth vorgegeben: “Wir wollen unser Gold zurück”, sagte sie bereits zu Beginn des Trainings in Rio und lieferte selbst das beste Ergebnis dafür ab. Für ihre glanzvolle Vorstellung erzielte sie 83,711 Prozentpunkte. Ein Wert, den auch Titelverteidigerin Charlotte Dujardin mit Valegro nicht überbieten konnte. Mit einem größeren Patzer und zwei kleinen Unsauberkeiten konnte sie nicht an den grandiosen Ritt von London 2012 anknüpfen.
 



Dabei ist erwähnenswert, dass in diesem Jahr die Fülle an herausragenden Ritten beachtlich groß war. Neben Charlotte Dujardin und den drei deutschen Gold-Reiterinnen sowie dem Gold-Jungen Sönke Rothenberger zeigten auch die US-Amerikanerin Laura Graves mit ihrem Pferd Verdades und der in Dänemark lebende Spanier Severo Jurado Lopez mit dem Lord Loxley-Sohn Lorenzo Dressurritte, wie man sie sich wünscht. Elastische Pferde, die in schöner Anlehnung stehend und kraftvoll abfußend, herrlich schwungvoll und sicher in den Lektionen vorgestellt werden – diese Bilder prägten einen großen Teil der Grand Prix Special-Vorstellungen.


Gold: Deutschland; 81.936 Prozent
Silber: Großbritannien; 78.602
Bronze: USA; 76.667
4. Niederlande; 75.517
5. Schweden; 74.845
6. Dänemark; 74.311