Pechvogel des Tages - Adelinde Cornelissen und Parzival

Das niederländische Team erlebte Tag eins der Dressur im Viereck wie einen Alptraum. Adelinde Cornelissen gab mit Parzival gestern im Viereck auf. Was für Parzival der glanzvolle Abschluss seiner Turnierkarriere sein sollte, wurde zu einem tränenreichen Abgang.
Eine Entscheidung, die der 36-jährigen sicher nicht leichtgefallen ist. Das Team im Stich lassen, fällt keinem Mannschaftsreiter leicht. Doch das Wohl ihres Pferdes war der Niederländerin wichtiger. Der Grund: Sie hatte das Gefühl, ihr Pferd sei leer und energielos. Tags zuvor hatte Parzival aufgrund eines Stichs (vermutlich durch ein Insekt oder eine Spinne) eine Schwellung und Fieber entwickelt. Dies wurde behandelt und am Abend vor dem Start sah es bereits so gut aus, dass die Tierärzte das Go für den Grand Prix erteilten.

Tragisch ist dabei, dass die als Ersatzreiterin nominierte Madeleine Witte-Vrees die Reise nach Rio verweigerte, weil sie nicht als Fünfte „umsonst“ reisen wollte. Nun ist das Team der Niederländer auf drei Reiter-Pferd-Paare reduziert. Und vermutlich wird für künftige Olympische Spiele diskutiert werden, ob es nicht möglich ist nur Reiter als Reserve zu nominieren, die auch bereit sind zu fahren…..